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SCHMIDMÜHLEN. Eine breite Palette an Themen stand auf der Agenda der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins. Diese reichte von den Rechenschaftsberichten und Ehrungen bis zu Neuwahlen. Zur Jahreshauptversammlung konnte der 1. Vorsitzende Josef Deml über 100 Mitglieder begrüßen, unter anderem die Ehrenvorsitzenden Helmut Dietrich und Reinhard Ott sowie 1. Bürgermeister Peter Braun.
Überaus interessant war der Überblick über die Mitgliederentwicklung. Der Mitgliederstand ist seit Jahren konstant. Der Fischereiverein zählte zum Jahreswechsel 194 aktive sowie 86 passive Mitglieder und 30 Jugendliche. Zehn aktive, vier passive und drei Mitglieder der Jugendgruppe kündigten die Mitgliedschaft, acht aktive Mitglieder und drei Jugendliche wechselten in den Status „passives Mitglied“, ein passives Mitglied wurde zum aktiven Mitglied. Insgesamt konnte man zwölf neue Mitglieder im Verein begrüßen, wie aus dem Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden Josef Deml hervorging. Dieser berichtete zudem über zahlreiche Veranstaltungen.

Ein erfreuliches Ergebnis, so der Vorsitzende erzielte man heuer beim Marktfest. Hier konnte man viele Besucher begrüßen. Durchaus besser hätte allerdings die Beteiligung beim Hegefischen und beim Fischerfest sein können. Die Fische zeigten sich heuer durchaus beißfreudig. Den Teilnehmern standen drei Vereinsgewässer- der Mathiassee bei Haselbach, Hüttlwiesenweiher bei Deislkühn und die angepachtete Vils zur Verfügung. Bei dem diesjährigen Gemeinschaftsfischen wurde wie schon in den letzten Jahren der schwerste Fisch erfasst, zudem auch die Gesamtmenge. Mit dem Fischbestand können die Mitglieder des Fischereivereins durchaus zufrieden sein. Ein Großteil der gefangenen Fische in der Vils und in den Weihern und Seen des Vereins waren gesunde Spiegel-, aber auch Schuppenkarpfen. Weiter wurden Barsche, Forellen, Brachsen, Hechte gefangen. Fischerkönig wurde Herbert Horky mit einem Hecht von 4,97 kg. Er fing zudem insgesamt 11,865 kg Speisefisch und bekam den Vereinspokal. Fischerkönig bei der Jugend wurde Phillip Schwarzenberger mit einer Brachse, er wurde bei der Jugend ebenfalls Gesamtsieger in der Jugend. Insgesamt wurden knapp 25 Kilogramm Speisefisch gefangen, die auch verwertet wurden.

Im September war zu mindestens ein vorläufiger Start zum Bau einer Vereinslagerhalle im Zieglerweg. Erste vorbereitende Arbeiten wurden getätigt. Alle Pläne, so Josef Deml sind genehmigt. Sobald es das Wetter zulässt, wird man mit dem Bau der Halle beginnen.

Auch heuer wurden verschiedene Besatzmaßnahmen im Rahmen des Artenschutzprogramms durchgeführt. Neben 160 Rutten und 6400 Nasen wurden schwerpunktmäßig auch Barben in den Gewässern gesetzt. Ihnen kommt im Amberg – Sulzbacher Land eine besondere Bedeutung zu. Einst waren sie wichtige und damit auch bekannte Speisefische. Diesen Stellenwert haben sie aber mittlerweile verloren. Die Fischbiologen haben nach dieser Art eine ganze Flussregion benannt, nämlich die Barbenregion. Und eben auch die Vils wird als „Barbenregion“ geführt. Barbus barbus, so die lateinische Fachbezeichnung, bevorzugt als typischer Grundfisch die abwechslungsreichen mittleren Regionen großer und kleinerer Flüsse, in denen das Wasser noch strömt und der Untergrund steinig bis sandig ist. Bei der Besatzmaßnahme des Fischereivereins wurden 2000 Setzlinge mit Unterstützung des Verbandes und dem laufenden Artenhilfsprogramm für bedrohte Fischarten in die Vils eingesetzt. Auch wenn es mit Hecht, Zander oder Barsch oder auch dem Kormoran, Reiher und Eisvögel viele Räuber gibt, die den Bestand reduzieren werden, so hofft 1. Vorsitzender Josef Deml dennoch, dass sich diese Fischart in den nächsten Jahrzehnten in der Vils wieder mehr etablieren wird. Diese Aktion war wieder ein kleiner Baustein, um die „ökologisch orientierte Gewässerbewirtschaftung“ des Fischereivereins Schmidmühlen weiter voranzubringen, wie Josef Deml unterstrich. Sorge bereitet wieder der Jerglerweiher. Nicht zum ersten Mal grub und gräbt sich der Biber in den Damm. Auch der Kormoran tut das Seine dazu – in allen Gewässern. Vorsitzender Deml geht davon aus, dass die Kormorane, die scharenweise die Gewässer anfliegen, den Fischbestand im Jerglerweiher massiv dezimiert haben und wohl auch noch dezimieren werden. Ehrenvorsitzender Reinhard Ott wies auch auf die Zunahme der Fischreiher an den Gewässern hin. Ein Thema, so Reinhard Ott, das mit dem Verband diskutiert werden muss. Im Einzelnen informierte Josef Deml noch über verschiedene Pachtangelegenheiten.

Trotz der enormen Investition – nicht nur im letzten Jahr- hat der Verein gut gewirtschaftet. Dies ging aus dem Kassenbericht von Manuela Madsen hervor. Sie listete wichtige Ausgaben und Einnahmen auf. Der bevorstehende Bau einer Lager- und Vereinshalle wird zwar erheblich im Ausgabenbereich zu Buche schlagen, dennoch hat man das Projekt auch finanziell „im Griff“. Kassenrevisor Rudi Werner bescheinigte tadellose und satzungsgemäße Kassenführung.

Positiv fiel auch der Bericht von Jugendleiter Richard Sander aus. Mit 31 Jugendlichen startete man in das neue Jahr. Vier Neuaufnahmen von Jugendlichen konnte er vermelden, drei wechselten nach Erreichen des 18. Lebensjahres in die Erwachsenengruppe. Jugendleiter Richard Sander berichtete über die verschiedenen Ausbildungsinhalte, bei denen die Jugendlichen zu verantwortungsvollen Anglern geschult werden. Zwölf Veranstaltungen standen auf dem Jahresprogramm, nur eine musste ausfallen. Gut angenommen wurde auch das Angebot des Angelcamps. Ein schöner Erfolg war heuer wieder das Jugendzeltlager, das am Matthiassee statt. Mit seinen Jugendlichen zeigte sich der Jugendleiter zufrieden.
Das Engagement für den Verein und den Umweltschutz ist ein Markenzeichen des Vereins und auch für Jugendleiter Richard Sander eine „Herzensangelegenheit“. So führte man heuer wieder die Aktion „Rama – Dama“ an Vils und Lauterach durch, bei der die „Ausbeute“ erfreulicherweise verhältnismäßig klein war– und gerade dies war Anlass für zufriedene Gesichter. Zusammen mit Jugendleiter Richard Sander machten sich zahlreiche Jugendliche der Jugendgruppe mit Unterstützung von erwachsenen Helfern des Fischereivereins auf, um die Ufer der Vils und Lauterach in Schmidmühlen von allerlei Unrat zu reinigen. Auch wenn die Ausbeute relativ gering war, so sammelte sich doch entlang des Ufers allerlei Unrat an. Dieser reichte schließlich von Kleinmüll bis hin zu zahlreichen Hundekotbeutel, die an den Gewässerufern entsorgt werden.

Gewässerwart Christian Kosel informierte nicht nur über die aktuelle Fangstatistik, sondern auch über verschiedene Besatzmaßnahmen. Er mahnte auch zu einem umweltgerechten Verhalten an den Gewässern.

Bürgermeister Peter Braun gratulierte zu einem erfolgreichen Vereinsjahr und würdigte das Engagement für die Gewässer. Er dankte allen Mitgliedern, insbesondere auch der Vorstandschaft, für ihre Arbeit. Zugleich bedauerte er, dass die „große“ Lösung zur Vereinshalle nicht zum Tragen kam. Der Markt stehe aber auch bei der kleinen Lösung zu seiner finanziellen Zusage.

Reibungslos verliefen schließlich die Neuwahlen. Diese waren für die Vorstandschaft ein großer Vertrauensbeweis, wie sich beim Auszählen der Stimmzettel zeigte. Die Zustimmung war eindeutig. (ajp)
Neuwahlen: 1. Vorsitzender: Josef Deml, 2. Vorsitzender: Bernhard Dotterweich, Kassier: Manuela Madsen, Schriftführer: Eberhard De Wille, Jugendleiter: Richard Sander, Gewässerwart: Christian Kosel, Beisitzer: Eduard Döberl, Frank Gottschall, Robert Scherer; Kassenprüfer: Rudi Werner und Thomas Kaufmann. Die Wahlperiode beträgt zwei Jahre. (ajp)

Ehrungen: 10 Jahre Mitgliedschaft: Martin Falk, Alexander Kauz, Alexander Schapschalow
20 Jahre: Bernhard Kavelius, Werner Marek, Christian Werner, Rudolf Werner, Theo Fochtner, Hermann Rauch, Oliver Ulbrich (ajp)

Fotos ajp

1: die geehrten Mitglieder vlnr: Martin Falk, Bürgermeister Peter Braun, Rudi Werner, Werner Marek, Theo Fochtner, Vorsitzender Josef Deml


2: die neue Vorstandschaft mit wieder gewählten Vorsitzenden Josef Deml mitte. Zur Wahl gratulierte auch rechts Bürgermeister Peter Braun.



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Am 2.11.2016 erhielten wir von der Drogeriemarktkette DM in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz im Zuge des Projektes “Helferherzen” eine Spende in Höhe von 1.000 € für unsere Tätigkeiten im Arten- und Umweltschutz. Wir bedanken uns hierfür recht herzlich!

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Einige Hinweise für unsere Gastangler:

Vils 1 bis 4: Es sind keine Tageskarten mehr erhältlich.

Mathiassee: Bis auf weiteres ist nur das Angeln auf Raubfische erlaubt. Tageskarten für den See gibt es nur noch bei Getränke-Fellmeyer in Kümmersbruck und Angelikas Anglerparadies in Schwandorf.

An Sonn– und Feiertagen ist alternativ die Geschäftsstelle des Vereins über 0160 -7563798 erreichbar

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Mit Unterstützung des Verbandes und dem laufenden Artenhilfsprogramm für bedrohte Fischarten werden insgesamt 2000 junge Barben in die Vils entlassen. Foto: J.Deml.

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..zum Fischercamp der Jugend am 20.08. dieses Jahres am Mathiassee: 85 cm ca. 14 kg. Uhrzeit 4.00 Uhr morgens.

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